Back to where we started – back to Nada Surf!

13. Februar 2012


Na, schön auf der Demo gewesen am Samstag? Ich hoffe doch, zumindest gibt’s nen Daumen nach oben, wenn ihr drüber nachgedacht oder euch mal informiert habt. Very good!

So richtig stehen geblieben sind wir aber nicht auf der Anti-ACTA-Demo, sondern vorm Merch, hinter dem sich der Kevin Devine befand. Kurzer Umriss für die Situation nochmal: Puls am Anschlag. Dass es eine Stufe darüber hinaus gibt, konnte ich mir an dieser Stelle nicht vorstellen.

Wir tingelten zum Backstage vor dem wir wie kleine Groupies peinlicherweise warten mussten. Die Ornder sprangen hin und her, wußten nix so richtig von nem Interview und kamen schließlich doch durch zu dem langen schmalen Raum, in dem einige Stühle und zwei Sofas standen. Auf einem Stuhl am Eingang saß ein wunderschöner Mann, bei dem in mir der Gedanke auf kam: „Hallooo, kennen wir uns nicht?“ Da ich mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht englisch artikulieren konnte, war erstmal schamhaftes Stillsitzen und Warten angesagt. Dann ging die Tür auf und ein mittelgroßer blonder Mann betrat den Raum: Matthew Caws. Sympathisch, um es mit einem Wort zu sagen. Das wird sicher nett.

Die Icebreakerfrage in diesem Gespräch ein Klassiker: Wie is es denn grad so auf Tour?

Ach, auf Tour mit Martin Wenk? Calexico? DING DING DING DING DING!!! – Klar, der gutaussehende groß gebaute Mann, der immer noch am Eingang saß und in irgendeiner Zeitschrift blätterte, das war der Trompeter von Calexico. Is klar, dass er mir bekannt vorkam, schließlich hab ich ihn schon bei mindestens einem Konzert etwa zweieinhalb Stunden mit offenem Mund und etwas Sabber im Mundwinkel angestarrt. Peinlich peinlich, die eigene Oberflächlickiet zu bemerken. Aber zurück zum Gespräch. Schließlich geht’s um Nada Surf und ums Touring. Bleiben wir doch beim Thema und erfahren interessante Details übers Touren durch the USA.

Da mein Englisch ja dann doch um einiges schlechter ist, als ich immer denke, wird das Ende dieser Wahnsinnsgeschichte leider nicht erzählt, sondern, muss offen bleiben 😦 weil ich den Mat einfach mal unterbrochen und abgewürgt hab * Kopfschüttel!* Ist das die Möglichkeit? Hier als der Tipp für Interviews: Immer wissen, was der Andere antworten wird, dann wirds einfacher mitm Verstehen.

Aber wenn die Sympathie da is, wird gern über solche Kleinigkeiten hinweggesehen uuund lieber geschaut, was die Gemeinsamkeiten sein könnten. Ein Blatt vor den Mund nehmen wäre da nicht der richtige Weg … mach ich nicht und der Mat auch nicht.

Es war die Tour zu „If I Had A Hi-Fi“, einem Coveralbum der drei aus New York, deswegen ist die Frage nach den Reaktionen der Künstler_innen, die gecovert wurden nahe, doch im Hintergrund stand Kevin Devine schon auf der Bühne und performte seine Songs, die mir direkt in die Magengrube schlugen (in nem positiven Sinn). Nun ja, da kam er also, der peinlichste Moment in einem Interview, den es je (für mich) gegeben hat … unfassbar!!!

Der Rest des Gesprächs war nett, aber von meinem Blick auf den Boden begleitet. Keine Frage der Matt war wahnsinnig nett und beantwortete alle Fragen als hätte es diesen Zwischenfall nicht gegeben, aber ich konnte es nicht so richtig unter den Tisch fallen lassen. Ich wollte nur noch raus. Luft zum Atmen … Luft für den Kopf … und vergessen, wie die Pferde mit mir durchgehen können.

Nach dem Konzert gabs nochmal eine Entschuldigung und ein nettes Gespräch, zu dem auch der Kevin dazu kam. Als ich ein paar Tage später eine Freundschaftsanfrage von Matt per Facebook bekam, konnte ich mich ein wenig entspannen. Vielleicht wars ja doch nicht ganz so schlimm, wie ich es empfand.

Mittlerweile sind die drei Herren auf drei Länder verteilt. Elliot wohnt in Spanien, Ira in New York und Matt in Cambridge, UK. Sie machen immer noch gemeinsam Musik, die digitale Welt machts möglich, dass sie nicht jede Woche gemeinsam im Proberaum stehen müssen. Sie haben Ende Januar auch erst eine neue Platte veröffentlicht, die wie ein Backflash funktioniert!

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