tick click tak…Gitarren-Hamburger

19. Mai 2011


Noch bevor ich den jungen Herren aus dem letzten Artikel vor meinem (wie heißt es doch so schön) handhold Minirecorder hatte, traf ich eine Hamburger Ikone, zumindest ist er das für mich: Clickclickdecker.

Der Mann der intelligenten Texte, die ohne Umwege das Getriebe treffen, bei denen es am Ende schwer fällt all die Bilder in eigenen Worten wiederzugeben. Diesem Herren sollte ich also begegnen. Wahhh! Hatte ich mir das richtig überlegt? Sollte ich nicht doch einige Stunden vorher einen Rückzieher machen, weil die Fragen, die mir bis kurz vor knapp durchs Hirn flatterten zu naiv und undurchdacht klangen? – Nein, feige sein is nicht, außerdem wollte ich mich selbst davon überzeugen, wie albern und doof er in nem Interview sein kann. Was diesen Punkt betrifft, muss ich erwähnen, dass eine Kollegin den Kevin Hamann, wie er ja mit bürgerlichen Namen heißt, einige Monate zuvor in der Kombination mit der Tante Renate interviewt hatte und nur alberne, unbrauchbare Antworten bekommen hat. „Hm“ dachte ich mir „dann krempel ich mal die Ärmel hoch und stell ihm wahnsinnig seriöse Fragen, die nicht die Spur einer Albernheit zulassen könnten“. Wie immer bedarf es da natürlich der geübten Recherche, bei der ich folgende Clips fand:

Woah, nach den Clips wurde mir schlecht. Auf einmal wußte ich, welche Fragen ich nicht stellen möchte. Osten, über die Grenze, Westen, neues Leben – nein, das wollte ich nicht thematisieren. Plötzlich waren sie vom Tisch die Gedanken des verbalen Schlagabtauschs und das Interesse an dem Mann, der hinter der Musik steckt, war da. Plötzlich war mein Anspruch an das Interview: Ich will wissen wie der Typ tickt. Prinzipiell ist es doch interessant, dass er Radio macht, mit Bratze die Ravepunkschiene bedient, bei Ludgar den Punk raushängen lässt, mit My first Trumpet wunderschöne Instrumentalteppiche zaubert und mit Clickclickdecker den seriösen Intellektuellen gibt. Klingt nach ner schizophrenen Persönlichkeit gepaart mit Hyperaktivität. Aber es fügt sich alles wie die kleinen Puzzleteile, die früher über den Boden verstreut im Zimmer lagen, zusammen … öhm, wenn die Teile dann wieder geordnet im Kasten lagen und ich wirklich den Anspruch hatte aus den 1000 Teilen ein Bild zu schaffen (GEschafft, hab ich das allerdings nie). Wie auch immer, sind wir doch mal ehrlich, wir haben alle verschiedene Seiten und Interessen. Ein Musiker eben auch! Und so auch Clickclickdecker.
Nachdem ich den Sternenstaub vom Herrn Hamann meiner Vorstellung geputzt hatte und er einfach „Mensch“ in meiner Vorstellung wurde, kamen dann wirklich die seriösen Fragen zu Hamburg, zu ByteFM, zu Audiolith, zum Singer-Songwritertum. Prima, damit machte ich mich auf den Weg zum Interview … nein nicht rückwärtslaufend.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: