Bitte mal den Kalender rausholen!!!

9. Januar 2011


Prosit Neujahr ist an dieser Stelle wohl zunächst angesagt und die Hoffnung für euch mit einem rauschendem Fest das neue Jahr begrüßt zu haben … oder eben wie ihr es denn mögt. 2011 steht nun auf dem Kalender, den ihr jetzt bitte zücken solltet, denn in diesem Jahr sind so einige grandiose und durchaus auch legendäre Bands auf Tour durch die deutschsprachigen Gebiete, die – woohoo – so einige Bühnen und Herzen rocken werden. Damit’s nicht unübersichtlich wird, geb ich euch nur einen Einblick in die kommenden drei/vier Monate. Die genauen Tourdaten zu den Bands findet ihr jeweils, wenn ihr auf die Links klickt.

Den Anfang macht Ende Januar der Londoner James Yuill, der mit all seinen Computern, seiner Videoshow und nicht zu vergessen, seiner Gitarre durch die Lande zieht und gleich neun mal in Deutschland zu bewundern ist.
Das Ganze wird dann wohl ungefähr so ausschauen … bleibt nur die Frage, ob man wirklich tanzen würde oder sich nen Stuhl fürs Popöchen wünscht:

Wer von euch den unglaublichen Post-Rock der Herren aus Leeds von iLiKETRAiNS sehen möchte, sollte sich allerdings sehr beeilen, weil deren Konzertreihe bereits am 17. Januar in Heidelberg beginnt und dann über Münster, Köln, Hamburg, Dresden und Frankfurt nach München führt. Auch wenn die Herren erst seit 2008 gemeinsame Sache machen, sind hier Soundteppiche und eine düstere Stimme, die ins Herz geht angesagt. Wow, live sicher ein großes Erlebnis.

Sam Beam kommt aus den USA, um genauer zu sein aus Florida und unterrichtete bis vor einigen Jahren an der University of Miami Film und Cinematographie. Wenn er zur Gitarre greift und auf die Bühne geht, ist er dann nicht mehr der Herr Beam, sondern Iron&Wine und einer der besten, größten und genialsten Singer/Songwriter, die es seit diesem Jahrtausend gibt. Er hat es nicht nur gewagt den großartigen The Postal Service-Song „Such Great Heights“ zu covern, sondern auch noch schöner zu arrgangieren … eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Im Dezember hat der Mann mit dem Vollbart und den langen Haaren eine neue EP rausgebracht, die an manchen Stellen durchaus an den James Yuill erinnert, aber den Iron&Wine-Charme nicht verloren hat. Hut ab und Bühne frei für Sam Beam aka. Iron&Wine, der Anfang Februar durch die Lande ziehen wird, unter anderem auch mit diesem Song:

Ungefähr zur gleichen Zeit sind die vier amerikanischen Indie-Rocker der Cold War Kids auf guten Bühnen des Landes zu sehen. Auf dem College getroffen, machen die Jungs seit 2004 zusammen Musik. „We used to vacation“ war sowas wie ein Hit der Boyz, was es durchaus ins die Indie-Charts geschafft hat. „Mine is yours“ heißt ihr akutelles Album. Ein Favourit von mir ist allerdings ein älteres Kaliber aus dem Jahr 2007 … totzdem wunderbar.

Maria Taylor und Orenda Fink sind zusammen das Duo Azure Ray und werden, all jene, die mögen mit ihren elfenhaften Stimmen verzaubern. Nachdem die zwei jeweils Soloplatten veröffentlicht haben, sind sie jetzt wieder gemeinsam unterwegs und haben im letzten September ihr fünftes Album namens „Drawing Down the Moon“ veröffentlicht, das ganz gut als Schmusimusi-Platte durchgeht. Tja, und ist es nicht ein Wahnsinnszufall, dass die beiden am 14.02. – Valentinstag – in Berlin sind. Davor waren sie dann aber schon in Hamburg und auf den Hauptstadtgig folgen sechs weitere Auftritte zum Träumen und Dahinschmelzen … hier kann man sich allerdings auch nur wünschen, dass das Ganze ein Sitzkonzert wird.

Ähnlich süß und schnuckelig ist Lykke Li, die allerdings erst im April für vier Termine nach Deutschland kommt. Die Termine passen dann auch haargenau zu ihrem neuen Album (ihrem zweiten Werk), das am 2. März in die Plattenregale kommen wird und auf den Namen „Wounded Rhymes“ getauft sein wird. „Get some“ ist ihre erste Singleauskopplung und gibt schon mal einen Einblick wie verwundet die Rhythmen der Schweden sein werden.

Hüften schwingen sit auch ein gutes Motto bei Jamaica. Nein, kein Reggae, sondern zwei leicht verwirrte Franzosen namens Antoine Hilaire und Florent Lyonnet, die durchaus Tanzflächen brennbar machen. WEr nicht extra bis nach Paris reisen möchte, um sich ein Live-Bild der Indie-Popper zu machen, hat vom 18. bis zum 24. Februar die Chance auf mehrere Shows in Deutschland.

Für insgesamt nur drei Gigs sind Kanadier von Wintersleep in Germany. Stuttgart, Wiesbaden und Erlangen stehen auf dem Plan. Ihr aktuelles Album „New Inheritors“ holt zwar niemanden vom Stuhl, dafür ist der Vorgänger „Welcome to the nightsky“ um so hörenswerter – also wenn ich da mal aus Erfahrung sprechen darf: auch live. Die Männer sind wunderschön und der Drummer am Ende immer mega durchgeschwitzt … auch wenn in Gefahr jetzt sexistisch zu wirken, aber … welch Augenweide.

Februar scheint wirklich ein guter Monat für Konzerte und ein schlechter fürs Konto zu werden, denn die ehrwürdigen Band of Horses sind dann ganze vier Mal hier zu sehen, die zwar mit „There’s a ghost“ bekannt wurden (den wunderbaren Song haben ja auch die Shout Out Louds gecovert), aber noch viel mehr zu bieten haben, wie beispielsweise:

Und im März sind auch sie da, die auf dem Olymp des Post-Rocks stehen und ihre Hymnen in die Welt schmettern: Mogwai. Der Name leitet sich aus dem Chinesischen ab und bedeutet ungefähr so viel wie „dunkler Geist“ oder „böse Seele“. Aber das ist genau der Ort an dem sie kratzen, an der Seele und den Geist bringen die Schotten mit ihrer Musik in Bewegung. Ähnlich wie bei Sigur Ros wünsch ich mir dann auf dem Boden zu liegen und so das Konzert zu erleben … nur leider finden die fünf Gigs in Halle statt und nicht OpenAir. Nun gut, dann eben drinnen. (Ach und sorry, dass das Video nur der RMX ist, aber der ist nun mal noch besser)

Wer von euch den Rock lieber anzieht statt zu ihm zu tanzen, dem seien die Großmeister des Acid Jazz empfohlen: JAMIROQUAI!!! Für fünf Konzerte lassen sich Jay Kay und Bandkollegen – die wahren lebenden Götter der funky Musik – auf deutschen Boden nieder und bringen Hallen zum beben. Ja, leider keine kleinen Clubs, sondern eher die großen Nummern, zu denen auch die Nerds gehen, die Jamiroquai von VIVA – also wenn die mal Musik spielen – kennen – ok, einige Videos sind auch Videomusikgeschichte wie Cosmic Girl oder Virtual Insanity. Aber sind wir doch mal ehrlich, die Musik … die Musik ist einfach immer wieder unbeschreiblich funky. Die Herren kennen und können ihr Handwerk, hier gehen die Funk-Herzen auf.

Einige Empfehlungen sollen an dieser Stelle nur erwähnt werden, wie die Tour der Last Days of April im Januar oder von Those Dancing Days im Februar/März oder von Rise Against im März oder aber von … And You Will Know Us By The Trail Of Dead im März/April.
So wie immer wird also im Winter so einiges auf den Bühnen zu sehen und zu hören sein. Sicher habe ich bei diesem Überangebot einige gute Bands vergessen. Dann hiermit die Bitte, dass ihr diese doch noch in den Kommentaren hinzufügt. MERCI – wir sehen uns vor der Bühne!

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