Import aus Alaska

18. April 2010


Eher zufällig fand ich im aktuellen Partyplan die Ankündigung, dass die Band Port O’Brien zum Konzert anstimmt. Hm, Port O’Brien … wer war das doch gleich? – Es machte sich kein negatives Gefühl in meiner Magengegend breit. Das konnte nur bedeuten, dass ich die Band entweder doch nicht kannte oder sie Musik machte, die mir nicht auf den Magen schlug. Aber da gab es doch vor gar nicht so langer Zeit diese Platte, die deren Cover mir in Erinnerung geblieben ist, weil es irgendwie traurig ausschaute und doch eine ganz eigene Anziehungskraft hatte. Die Platte selbst hatte ich in Form eines Promoexemplars … allerdings höchstens dreimal gehört. Das ist kein Fehler der Platte, sondern von mir, weil ich mich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht in der richtigen Stimmung befand, andere Dinge, andere Musiken wichtiger waren und sie somit untergehen musste. Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gewissen und wollte nun wissen, ob ich das zurecht hatte. Nachdem ich den Partyanzeiger zur Seite legte, klimperten die Tasten meines Laptops und eine kurze Recherche im Netz zeigte mir zwei absolut konträre Videos der Band. Das Eine – ein typsicher ich-fühl-mich-ja-so-Indie-und-könnte-den-ganzen-Tag-die-Welt-umarmen-Song – bewirkte etwas Strinrunzeln in meinem Gesicht…(und irgendwie doch ein Lächeln :o)

…das Andere berührte mich ziemlich stark durch die Optik des Musikvideos und die Tragik der Musik.

In etwa dieser Spanne bewegt sich die Musik von Port O’Brien, was mich schon sehr erstaunte. Wie machen die das? Welche Menschen steckten dahinter? Wie denken die? Wie sind die drauf? Und die alles entscheidene Frage: Hat der Sänger wirklich so unglaubliche Segelohren oder ist das ein Videofake?
Das und eigentlich noch viel viel mehr wollte ich von denen wissen. Also, zunächst sollte ich mal die Platte suchen und dann unter meinen Outlook-Kontaktdaten schauen, von welcher Promofirma die Platte kam. Wow, das ging schnell, denn innerhalb weniger Augenblicke hatte ich eine alte Mail auf dem Bildschirm, drückte den Button mit dem netten Wörtchen „Antworten“ und schieb mal eben so ne kleine nette Mail, das ich an einem Interview interessiert bin. „Senden“ – fertig! Etwa 24 Stunden später hatte ich die Antwort. „Ok, gern. Wann kannst Du vor Ort sein?“ Das heißt ich würde die wunderbaren Menschen aus Alaska um die beiden sehr charismatischen Personen Van Pierszalowski und Cambria Goodwin treffen. Das war der einfache Teil dieser Arbeit. Nun fehlten mir „nur“ noch die Fragen und ich erinnerte mich an meine Vorbereitungsmiesere zum Interview der Shout Out Louds. Diesmal wird alles anders. Diesmal wird alles besser. Schließlich werde ich nun keine Band treffen, die mir aus der Seele spricht, sondern eine Band, die ich kaum kenne und deren Bandmitglieder mich faszinierten. Zufälligerweise lief einige Tage zuvor ein kurzer Film zur Band in der wunderbaren Sendung „Titel Thesen Termpramente“, die dieses Interesse an den Menschen aus Alaska noch verstärkte.

(Bitte auf den Link klicken. Das Video konnt ich hier nicht in gewohnter Manier verlinken, sorry!)

Titel Thesen Tempramente

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