Öhm, ich würd mal sagen: Ton (ver)fehlt

25. März 2010


Wenn ihr jetzt an dieser Stelle die wunderbare Ausführung meines tollen Interviews mit den Aeronauten erwarten solltet (und das werdet ihr sicher, weil ich es so gloreich angekündigt hatte), muss ich euch enttäuschen. Mein Leben bietet manchmal mehr Aufgaben als sich schicke Fragen auszudenken, sensible Künstler aufzusuchen und sie mit den schicken und teilweise gemeinen Fragen zu masakrieren.
(Öhm, kurzer Einwand an dieser Stelle? – Ja, richtig, das Masakriert-Werden ist dann wohl eher mein Part … also das Ding mit den Interviews grenzt wohl eher an einen Kamikazeflug meinerseits, denn schließlich bin ich diejenige, die bei der Geschichte *doing* was vor den Kopf bzw. um die Ohren bekommt.)
Ja, man mag es kaum glauben, aber ich mach noch mehr in diesem kurzen Leben hier on Mother Earth und manchmal kommen sich all die Aktivitäten in die Quere oder behindern sich oder aber ich werd von nem Stau behindert und stehe als behinderte Person erst wütend, dann fluchend und schließlich verzweifelt heulend im Stau. So war das auch an dem Abend vor dem Interview mit den Aeronauten. Gemütlich fahre ich an diesem Tag in die Laundeshauptstadt, die ich noch gar nicht wirklich kenne, verbringe dort einen informativen Tag voller Weisheiten, die ich vielleicht nicht brauche, um weiter zu leben und *bumms* auf dem Weg nach Hause räkelt sich Auto an Auto eine Blechschlange im Mondlicht. Natürlich direkt vor, hinter und neben mir. Ich war vom Blech umzingelt und saß selbst in einem Blech. Ich stand da also, wurde wütend, fing an alle Bleche, die sich vor mich drängelten anzumotzen, um dann schließlich verzweifelt festzustellen, dass das nüscht bringt. Ich schlug meinen Kopf aufs Lenkrad – brachte allerdings den gleichen Effekt – nämlich nüscht. Gefühlte Stunden später kam ich an die Tür, hinter der sich eigentlich 90 Minuten zuvor das gloreiche Interview mit den netten Schweizern der großartigen Band „Die Aeronauten“ abspielen sollte. Nachdem ich das Interview verpasst habe, erschien es mir als zu vermessen das Konzert kostenlos per Gästeliste zu genießen. Außerdem konnte von Genießen gar nicht die Rede sein, weil sicher Gedanken wie Sh** oder F*** oder M*** die ganze Zeit durch mein Hirn reisen würden und das Konzert damit alles andere als entspannt wäre. Nein, viel mehr wär ich dann VERspannt und genervt vom Schicksal …obwohl; genervt vom Schicksal war ich ja sowieso. Deswegen versuchte ich dann erstmal durchzuatmen, mich auf die anderen wichtigen Dinge des Lebens zu konzentrieren um schließlich eine kleine Träne ins Kopfkissen zu versenken.

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